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Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.

SEHNENSCHEIDENENTZÜNDUNG

Weitere gebräuchliche Bezeichnungen für eine Sehnenscheidenen tzündung sind:

· Tendovagin itis,

· Tenosynov itis, oder

· Tendosynov ialitis

Eine Sehnensch eide ist eine doppelwandige Gleitröhre mit schleimiger Flüssigkeit zwischen Innen- u. Außenhaut (Stratum synoviale bzw. fibrosum) zur Verminderung der Reibung an besonders beanspruchten Sehnen abschnitten.

Eine Sehnenscheidenentzündung kann sehr schmerzhaft und hartnäckig sein. Nicht selten ist sie Ursache für eine längere Arbeitsunfähigkeit.

Die häufigste Ursache für eine Sehnenscheidenen tzündung sind mechanische Überlastungen, so. z.B. übermäßige Arbeiten am Computer. Diese Überlastung kann zu winzigen Verletzungen (Mikrotraumen) führen. Die darauf folgende Reaktion ist eine lokale En tzündung. Bakterielle Infektionen sind nur selten Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung.
Anfangs treten die Schmerzen bei einer Sehnenscheidenen
tzündung vor allem bei Bewegung, später aber auch im Ruhe zustand auf. Nicht selten sind auch eine lokale Überwärmung, eine Schwellung und eine Rötung erkennbar. Beim Drücken auf die betroffene Stelle zeigt sich ein Druckschmerz, außerdem kann bei Bewegung ein knirschendes Geräusch hörbar sein.
Zum Ausschluß anderer Schmerzerkrankungen sollte eine Untersuchung des Blutes auf Entzündungszeichen, Rheumafaktoren sowie einer Erhöhung des Harnsäurespiegels erfolgen

Eine akute oder schleichend verlaufende Sehnenscheidenentzündung kann in verschiedenen Formen auftreten:

  1. seröse Sehnenscheidenentzündung: einhergehend mit einer Flüssigkeitsansammlung, die hauptsächlich Blutserum (= der "flüssige" Teil des Blutes, also ohne Zellen) enthält.
  2. fibrinöse Sehnenscheidenentzündung: Hauptbestandteil ist Fibrin (= der Blutfaserstoff, der bei der Blutgerinnung unter Einwirkung von Thrombin aus Fibrinogen entsteht).
  3. eitrige Sehnenscheidenentzündung: durch belebte (Eitererreger) oder unbelebte Fremdkörper hervorgerufene, entzündliche, aus Blutgefäßen ausgetretene Flüssigkeit.
  4. phlegmonöse Sehnenscheidenentzündung: mit diffuser En tzündung der Innenschicht des Bindegewebes, hervorgerufen durch bakterielle Erreger.
  5. nekrotisierende Sehnenscheidenentzündung: mit Übergang zum örtlichen Gewebstod

Darüber hinaus gibt es noch unspezifische und nichtinfektiöse (= nicht ansteckende, nicht übertragbare) Formen vor allem infolge beruflicher oder sportlicher Überlastung (meist akut) sowie posttraumatische (= nach Verletzung auftretende), z.B. die sog. hypertrophe (= Größenzunahme eines Gewebes oder Organs nur durch Zellvergrößerung) Sehnenscheidenen tzündung nach Gubler bei der Sudeck Dystrophie.

Eine Sonderform der Sehnenscheidenen tzündung ist die "knarrende (crepitan s) Sehnenscheidenentzündung", auch als Synovialitis sicca bezeichnet. Hier treten charakteristische Reibegeräusche auf.

Spezielle Schmerztherapie:

Akut ist neben der Einnahme entzündungshemmender Analgetika (= Schmerzmittel) die Iontophorese (= Einbringen eines entzündungshemmenden Arzneimittels durch die Haut mittels elektrischem Strom) (z.B. mit Diclofenac) hilfreich. Auch Salben mit Diclophenac wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Eine spezielle Schmerztherapie ist bei einer chron ische n, therapieresistenten (= nichts hilft) Sehnenscheidenen tzündung gefragt.
Gegen die Kombination Schmerz und En
tzündung verfügt die moderne Schmerztherapie über eine äußerst wirksame Methode:

· Wiederholte Nervenblockaden unter Einbezug des vegetativen (= unwillkürlichen) Nervensystems

Eine Sehnenscheidenen tzündung tritt mit Abstand am häufigsten im Bereich des Arme s (Unterarm und Hand) auf. Zur Behandlung bietet sich hier die wiederholte Blockade (Betäubung) des Pl exus brachial is (= Armnervengeflecht) an, in hartnäckigen Fällen kontinuierlich mit eingepflanztem Katheter.
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, daß neben der erwünschten Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung), sozusagen als Nebeneffekt, auch vegetative Nervenfasern (= unwillkürliches Nervensystem) mit einbezogen sind, dies gilt insbesondere für den Plexus brachialis (= großes Armnervengeflecht). Die daraus resultierende sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Wirkung führt zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die jeder entzündlichen (z.B. Sehnenscheidenentzündung) oder degenerativen Schmerzursache kausal (= ursächlich) entgegenwirkt.Eine solche Durchblutungssteigerung kann mit einer systemischen Medikation (= eingenommene Mittel, die im ganzen Körper wirken) nie erreicht werden.

Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Bei der kontinuierlichen Blockade des Pl exus brachial is (= Armnervengeflecht) mit Katheter wird im Bereich der Innenseite des Oberarm es, nahe der Achselhöhle in örtlicher Betäubung der Arm nerv mit einer Kanüle aufgesucht. Dann wird durch diese Kanüle hindurch ein dünner Kunststoffschlauch in die Ner venscheide (den Nerv umhüllendes Gewebe) eingeführt und nach oben, zur Schulter hin, vorgeschoben. In den nächsten 2-3 Wochen wird der Kunststoffschlauch mehrmals täglich (bei Bedarf auch nachts) mit einem örtlichen Betäubungsmittel aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt, daß die aktive Beweglichkeit erhalten bleibt, die Schmerzempfindlichkeit jedoch deutlich herabgesetzt oder aufgehoben ist. Im Stadium der deutlichen Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit kann dann intensiv und vor allem sinnvoll krankengymnastisch behandelt werden.
Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige Blockadebehandlung auch das sog. Schmerz
gedächtnis zu löschen.

Wenn Schmerzen längerfristig bestehen, ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

Laut Bundesregierung (http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundhe itssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st) haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen und Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf, in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zu einem 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: http://www.schmerz.com/schmerze n/sozialgericht2 und vom Sozialgericht Köln erging eine entsprechende, einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerz.com/schmerze n/sozialgericht3.

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Aktualisiert:>22.05.2008</> kusb&
R
Reizdarmsyndrom, Rektumamputation (www.rektumamputation.de), Restless legs-Erkrankung, Restless-legs-Syndrom (1), Restles-legs-Syndrom (http://www.restless-legs-syndrom.eu) (2), Retropharyngeale Tendinitis (www.kopfschmerzsyndrome.de/retropharyngeale-tendinitis),
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