Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als
gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.
SEHNENSCHEIDENENTZÜNDUNG
Weitere gebräuchliche Bezeichnungen für eine Sehnenscheidenen tzündung sind:
· Tendovagin itis,
· Tenosynov itis, oder
· Tendosynov ialitis
Eine Sehnensch eide ist eine doppelwandige Gleitröhre mit schleimiger Flüssigkeit zwischen Innen- u. Außenhaut (Stratum synoviale bzw. fibrosum) zur Verminderung der Reibung an besonders beanspruchten Sehnen abschnitten.
Eine Sehnenscheidenentzündung kann sehr schmerzhaft und hartnäckig sein. Nicht selten ist sie Ursache für eine längere Arbeitsunfähigkeit.
Die häufigste Ursache für eine
Sehnenscheidenen
tzündung sind mechanische Überlastungen, so. z.B. übermäßige Arbeiten am
Computer. Diese Überlastung kann zu winzigen Verletzungen (Mikrotraumen) führen.
Die darauf folgende Reaktion ist eine lokale En
tzündung. Bakterielle Infektionen sind
nur selten Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung.
Anfangs treten die
Schmerzen bei einer
Sehnenscheidenen
tzündung vor allem bei
Bewegung, später
aber auch im
Ruhe
zustand auf. Nicht selten sind auch eine lokale Überwärmung, eine
Schwellung und eine Rötung erkennbar. Beim Drücken auf die betroffene Stelle
zeigt sich ein Druckschmerz, außerdem kann bei Bewegung ein knirschendes
Geräusch hörbar sein.
Zum Ausschluß anderer
Schmerzerkrankungen
sollte eine Untersuchung des Blutes auf Entzündungszeichen, Rheumafaktoren sowie
einer Erhöhung des Harnsäurespiegels erfolgen
Eine akute oder schleichend verlaufende Sehnenscheidenentzündung kann in verschiedenen Formen auftreten:
Darüber hinaus gibt es noch unspezifische und nichtinfektiöse (= nicht ansteckende, nicht übertragbare) Formen vor allem infolge beruflicher oder sportlicher Überlastung (meist akut) sowie posttraumatische (= nach Verletzung auftretende), z.B. die sog. hypertrophe (= Größenzunahme eines Gewebes oder Organs nur durch Zellvergrößerung) Sehnenscheidenen tzündung nach Gubler bei der Sudeck Dystrophie.
Eine Sonderform der Sehnenscheidenen tzündung ist die "knarrende (crepitan s) Sehnenscheidenentzündung", auch als Synovialitis sicca bezeichnet. Hier treten charakteristische Reibegeräusche auf.
Akut ist neben der Einnahme entzündungshemmender Analgetika (= Schmerzmittel) die Iontophorese (= Einbringen eines entzündungshemmenden Arzneimittels durch die Haut mittels elektrischem Strom) (z.B. mit Diclofenac) hilfreich. Auch Salben mit Diclophenac wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.
Eine
spezielle Schmerztherapie ist bei einer chron
ische n,
therapieresistenten
(= nichts hilft)
Sehnenscheidenen
tzündung gefragt.
Gegen die Kombination Schmerz und En
tzündung
verfügt die moderne
Schmerztherapie
über eine äußerst wirksame Methode:
· Wiederholte Nervenblockaden unter Einbezug des vegetativen (= unwillkürlichen) Nervensystems
Eine Sehnenscheidenen
tzündung tritt mit Abstand am häufigsten im Bereich des
Arme
s (Unterarm
und
Hand) auf.
Zur Behandlung bietet sich hier die wiederholte Blockade (Betäubung)
des Pl exus brachial
is
(= Armnervengeflecht)
an, in hartnäckigen Fällen
kontinuierlich mit eingepflanztem Katheter.
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, daß neben
der erwünschten Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung), sozusagen als
Nebeneffekt, auch vegetative Nervenfasern
(= unwillkürliches Nervensystem)
mit einbezogen sind, dies gilt insbesondere für den Plexus brachialis
(= großes
Armnervengeflecht). Die daraus
resultierende sympathikolytische
(= gefäßerweiternde) Wirkung führt zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die jeder
entzündlichen (z.B.
Sehnenscheidenentzündung) oder degenerativen Schmerzursache
kausal (= ursächlich)
entgegenwirkt.Eine solche Durchblutungssteigerung kann mit einer systemischen
Medikation (=
eingenommene Mittel, die im ganzen Körper wirken)
nie erreicht werden.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Bei der
kontinuierlichen Blockade des
Pl exus brachial
is (=
Armnervengeflecht) mit Katheter wird
im Bereich der Innenseite des
Oberarm
es, nahe der Achselhöhle in örtlicher Betäubung der
Arm
nerv mit einer Kanüle aufgesucht. Dann wird durch diese Kanüle hindurch
ein dünner Kunststoffschlauch in die Ner
venscheide (den Nerv umhüllendes Gewebe) eingeführt und nach oben, zur
Schulter hin,
vorgeschoben. In den nächsten 2-3 Wochen wird der Kunststoffschlauch mehrmals
täglich (bei Bedarf auch nachts) mit einem örtlichen Betäubungsmittel
aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt, daß die aktive
Beweglichkeit erhalten bleibt, die Schmerzempfindlichkeit jedoch deutlich
herabgesetzt oder aufgehoben ist. Im Stadium der deutlichen Schmerzlinderung
oder Schmerzfreiheit kann dann intensiv und vor allem sinnvoll
krankengymnastisch behandelt werden.
Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige
Blockadebehandlung auch das sog.
Schmerz
gedächtnis zu löschen.
Wenn Schmerzen längerfristig bestehen, ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
Laut Bundesregierung (http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundhe itssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st) haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen und Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf, in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zu einem 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: http://www.schmerz.com/schmerze n/sozialgericht2 und vom Sozialgericht Köln erging eine entsprechende, einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerz.com/schmerze n/sozialgericht3.
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Aktualisiert:>22.05.2008</>
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Schleudertrauma (www.schleuder-trauma.com),
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